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"Tucunaré" se llama nuestro nuevo proyecto en el rio Chambira del Perú. Si desea mas información acerca del proyecto puede leer el siguiente documento:
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Medizinische Hilfe

Warum wir medizinische Hilfe leisten

Alle indigenen Völker haben ihre eigene Medizin: meist Kräuterheilkunde und Schamanen- tum. Ihre traditionellen Behandlungsmethoden haben sich in den vergangenen Jahrhunderten zweifelsohne bewährt. Sie sind Teil der Religion und Kultur der Indigenas. Nun aber wollen wir ihnen zusätzlich eine andere Art von Medizin nahe bringen. Ist das überhaupt sinnvoll? Tragen wir dadurch nicht zum Verfall ihrer Religionen und Kulturen bei?


Jedem, der die Situation vor Ort einmal hautnah erlebt hat, müssen solche Erwägungen  zynisch erscheinen. Können wir akzeptieren, dass die Menschen weiter an Malaria, an Tuberkulose oder an Wurmerkrankungen sterben? Können wir den Tod der Neugeborenen oder ihrer Mütter akzeptieren; den Tod nach dem Abstillen im zweiten Lebensjahr? Hat jeder Mensch nach dem medizinischen Kenntnis- stand seiner Kultur zu leben und zu sterben? Die Krankheiten im Amazonasbecken sind längst schon "globalisiert"...
Während in früheren Jahrhunderten die Indianer zum Teil ganz bewusst infiziert wurden, um ihre Ausrottung zu bewirken, geschieht dies heute sicherlich ohne Absicht oder strategischen Plan. Doch nach wie vor treffen die virulenten Krankheitskeime auf die (noch) nicht abwehrfähigen Immunsysteme der Menschen in den indigenen Gemeinschaften. 

Die häufigste Erkrankung am Rio Chambira ist die Malaria in allen Verlaufsformen. Neuerdings breitet sich aber auch die Tuberkulose massiv aus.


Rosita Clemente Victoriano ist 4 Jahre alt und lebt in der Gemeinde Pijuyal am Rio Chambira in Peru. Seit Februar 2008 wuchs unterhalb des Schlüsselbeins rechts ein Geschwulst und war Ende Juli schon 7 cm groß. Dr. Susanna Heising entschied sich für die Operation vor Ort, trotz der bescheidenen Mittel der Klinik. Ein Transport ins entfernte Iquitos (je eine 2-Tagesreise hin und wieder zurück) war weder dem kleinen Mädchen noch den Eltern zuzumuten. Dr. Bernhard Rappert war zur Supervision angereist und so mußte er gleich mithelfen. Bei der Narkose und später beim Transport des Tumors nach Deutschland. In Leverkusen half der Pathologe Dr. Jaussi bei der Diagnosestellung: Leider ein bösartiger Tumor. Im Gesunden rausoperiert, so bleibt eine kleine Hoffnung...


Die junge Frau (15 Jahre?) wäre bei der Geburt ihres Kindes fast an einer schweren Malaria tropica gestorben. Jetzt, eine Woche später, geht es Mutter und Kind wieder gut.

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