Medizinische Hilfe
Warum wir medizinische Hilfe leisten
Alle indigenen Völker haben ihre eigene Medizin: meist Kräuterheilkunde und Schamanen- tum. Ihre traditionellen Behandlungsmethoden haben sich in den vergangenen Jahrhunderten zweifelsohne bewährt. Sie sind Teil der Religion und Kultur der Indigenas. Nun aber wollen wir ihnen zusätzlich eine andere Art von Medizin nahe bringen. Ist das überhaupt sinnvoll? Tragen wir dadurch nicht zum Verfall ihrer Religionen und Kulturen bei?
Jedem, der die Situation vor Ort einmal hautnah erlebt hat, müssen solche Erwägungen
zynisch erscheinen. Können wir akzeptieren, dass die Menschen weiter an Malaria, an Tuberkulose oder an Wurmerkrankungen sterben? Können wir den Tod der Neugeborenen oder ihrer Mütter akzeptieren; den Tod nach dem Abstillen im zweiten Lebensjahr? Hat jeder Mensch nach dem medizinischen Kenntnis- stand seiner Kultur zu leben und zu sterben? Die Krankheiten im Amazonasbecken sind längst schon "globalisiert"...
Während in früheren Jahrhunderten die Indianer zum Teil ganz bewusst infiziert wurden, um ihre Ausrottung zu bewirken, geschieht dies heute sicherlich ohne Absicht oder strategischen Plan. Doch nach wie vor treffen die virulenten Krankheitskeime auf die (noch) nicht abwehrfähigen Immunsysteme der Menschen in den indigenen Gemeinschaften.
Die häufigste Erkrankung am Rio Chambira ist die Malaria in allen Verlaufsformen. Neuerdings breitet sich aber auch die Tuberkulose massiv aus.
22.02.2012 von Dr. Louise Thora Rech
Wieder heim von der Brigada, habe ich ein Foto von Robinson mitgebracht, den ich in seinem Dorf getroffen habe. Robinson war letztes Jahr einen Monat bei uns in der Klinik nachdem er von einer Giftschlange gebissen wurde und der Fuss nekrotisch erntzuendet war. Die Wunde ist sehr schoen verheilt, eigentlich fast nicht mehr sichtbar.
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